Hypnosetherapie

Hypnosetherapie ist eine Richtung der Psychotherapie. Charakteristisch ist der Einsatz von Suggestionen und die Nutzung eines veränderten Bewusstseinszustandes, die Trance genannt wird.

Suggestionen verschaffen sich einen Weg vorbei an den kritisch-logischen Instanzen des Bewusstseins, womit Widerstände teilweise umgangen werden, so dass lösungsorientiertes Verhalten gestärkt wird, so dass Wünsche und Ziele effizienter erreicht werden können.

Die Behandlung erfolgt auftragsorientiert. Der Therapeut ermittelt mit dem Klienten gemeinsam Ziele, die bei der Therapie verfolgt und deren Erreichen am Ende überprüft werden.

Die moderne Hypnosetherapie wurde insbesondere von Milton Erickson (1901-1980) geprägt. Er glaubte dass das Unbewusste eine Quelle von Ressourcen und Kreativität birgt und nicht im Sinn von Sigmund Freud (1856 – 1939) der Sitz des Abgelehnten und Verdrängten ist. Er versuchte mit Tranceinduktionen den analytischen Verstand und das Bewusstsein abzulenken, um dem Unbewussten Raum zu geben für kreative, lösungsorientierte Veränderungen des Patienten.

Der Hypnosetherapeut nutzt Metaphern, Sprachbilder, Wortspiele, Geschichten, Vergleiche, etc. um beim Patienten in Trance neue Ideen und Lösungsmöglichkeiten für seine Probleme anzuregen. Die Kontrolle darüber, welcher dieser Ideen der Patient annimmt und wie er sie nutzt, bleibt vollkommen beim Patienten.

In neuropsychologischen Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren wie Kernspinresonanztomographie (MRT) und Elektroenzephalograpie (EEG) konnten hirnphysiologische Korrelate von Trancezuständen nachgewiesen werden. Es ist davon auszugehen, dass die Aktivität bestimmter Gehirnareale selektiv verändert wird und bestimmte neuronale Netzwerke aktiviert werden können, bei denen es besonders um die Verarbeitung von Emotionen geht.

Kontraindikationen
Akute Psychosen, psychotische Zustände, paranoide Vorstellungen